RATMAN
Biographie
Am 4. Juni 1985 begann ich zu sterben.
Ab 1992 füllten sich meine Gehirnzellen zunehmend mit elementarem Schrott. Mein Weg ins Gemeinwohl begann offiziell.
Am 14. März 1993, 20:34 Uhr besuchte mich mein Vater in meinem Kinderzimmer, als ich gerade einschlafen wollte, und erklärte mir, wie sehr er mich liebte. Danach sah ich seine Seele ertrinken. Mehrmals!
Im frühen Jahr 1996, schaffte meine Lehrerin Frau Otto die Möglichkeit, meine Odyssee durch die Exzesse meiner Mitschüler und die eigene Unfähigkeit dem etwas entgegenzubringen, zu beenden, indem sie auf meine Bildungsbestimmung „Gymnasium“ drauf schrieb. So fand ich mich ab dem darauf folgendem September in der Obermeinungsbildungsstätte in Thum/Erzgebirge wieder.
Seit September 2000 versuche ich Depression und Glücksgefühle in musikalischer Betätigung in Form von Gitarre-Spielen zu verarbeiten.
Am 11. September 2001 gewann ich zum ersten Mal in meinem Leben im Schach.
Oktober 2003, zum Klampfe-Klimpern kommt nun Bass-Gespiele hinzu, das sehr bald Einzug in eine Musikkapelle findet. Zwischendurch klägliche Versuche am Schlagzeug
2004 erreichte ich den Höhepunkt meiner intellektuellen Ausbildung.
Im selben Jahr beginnt die autodidaktische Ausbildung am Klavier, Ich verlasse die Rockband „middle of nowhere“ aus „persönlichen wie musikalischen Gründen“ sowie kulturelles Engagement in Form eines FSJ (freiwilliges Selbstfindungs-Jahr), Zwischenbilanz: Verwirrung!
14-18. März 2005, Seminar in Osek, einem Kloster in Tschechien. Der Versuch „Gott“ zu erklären gelingt - Ergebnis: Noch mehr Verwirrung!
Heute, Hier und Jetzt: Ich sterbe immer noch…
(Wird fortgesetzt)